Quelle: pixabay

Neu: FH-Studium Elementarpädagogik

Bild von Sabine Stadler
Sabine Stadler
31. März 2026

Was lange Zeit nur übers Kolleg möglich war, ist jetzt auch über einen neuen Ausbildungsweg erreichbar: Ab Herbst 2026 bieten drei Fachhochschulen in Österreich das Bachelorstudium der Elementarpädagogik an. Wir beleuchten in diesem Blog, was die Unterschiede zum Kolleg oder zum Studium an der pädagogischen Hochschule sind und welche beruflichen Möglichkeiten das Studium aufmacht.

Gleich vorneweg die Infos und Links zu den drei FH-Studiengängen Elementarpädagogik:

Unterschied FH-Studium und BAfEP-Kolleg

Das BAfEP-Kolleg steht für Bildungsanstalten für Elementarpädagogik und ist eine schulische Ausbildung, die als Voraussetzung die Matura verlangt. Sie qualifiziert für den Beruf als Elementarpädagog:in durch praxisnahe Inhalte wie Pädagogik, Didaktik, Musik, Kreativität sowie Entwicklungspsychologie und wird in sogenannten Tageskollegs (Dauer: 4 Semester) oder berufsbegleitend (Dauer: 6 Semester) angeboten. Die Ausbildung schließt mit einem Diplom ab und kann derzeit über das Fachkräftestipendium gefördert werden. Bundes-BAfEPs sind kostenlos, es gibt allerdings Landesschulen und private BAfEPs, die Schulgeld verlangen.

Das Bachelorstudium an der FH dauert ein Jahr länger als das Vollzeit-Kolleg. Das Hochschulstudium bietet einen starken Fokus auf wissenschaftliche Theorie- und Forschung. Für das Studium kann ein staatliches Stipendium beantragt werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Man schließt das Studium mit einem international anerkannten akademischen Titel, dem Bachelor of Arts (B.A.) ab, zudem eröffnet es weitere akademische Wege, wie aufbauende Master- und Doktoratsstudien. Für das Studium fallen Studiengebühren in Höhe von 363,36 Euro pro Semester an.

Unterschied Fachhochschule und Pädagogische Hochschule

Auch die Pädagogischen Hochschulen in Österreich bieten Studiengänge für Elementarpädagogik an. Der Großteil dieser Studiengänge setzt allerdings eine abgeschlossene Ausbildung als Elementarpädagog:in voraus, sprich das Diplom aus BAfEP oder Kolleg und verlangt Berufserfahrung. Das Studium schließt mit dem akademischen Titel Bachelor of Education (BEd) ab.

Neue Karriereperspektiven

Die Absolvent:innen des FH-Studiengangs haben das Potential, Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen aktiv mitzugestalten, sie koordinieren Elternarbeit und bauen Netzwerke mit wichtigen Partnern aus Bildung, Politik und Gesundheit auf. Durch die wissenschaftliche Ausbildung ergeben sich neue Wege in Forschung, Projektarbeit und Bildungsinnovation – ein Bereich mit großem Potenzial, da wissenschaftlicher Nachwuchs in der Elementarpädagogik in Österreich besonders gefragt ist.

Link:

Hier geht’s zum Bildungsbuch-Blog, der Ausbildungswege zum Wunschberuf Elementarpädagog:in im Bundesland Salzburg aufzeigt: Ausbildungswege in der Kinder- und Kleinkindpädagogik | Bildungsbuch

Bild von Sabine Stadler
Sabine Stadler
Sabine Stadler ist Referentin in der Abteilung Bildung Jugend und Kultur in der Arbeiterkammer Salzburg. Sie hat an der Johannes Kepler Universität in Linz Wirtschaftswissenschaften studiert und 2004 ein Erasmus-Jahr in Finnland verbracht. Nach dem Studium war sie vier Jahre als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Paris Lodron Universität Salzburg tätig. 2011 übernahm sie für zwei Jahre die Bereichsleitung in einem Sozialökonomischen Betrieb. Nach der Geburt ihres Sohnes ist sie 2014 bei der Arbeiterkammer Salzburg in die Bildungsabteilung eingestiegen.

Schreibe einen Kommentar