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Mental Health – wie sieht die aktuelle Lage aus?

Bild von Astrid Leonhartsberger-Ledl
Astrid Leonhartsberger-Ledl
16. Januar 2026

Mental Health bei Studierenden

Zum Auftakt unserer Mental-Health-Serie werfen wir einen Blick auf aktuelle Zahlen. Die Studierenden-Sozialerhebung 2023 des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung basiert auf einer Befragung von rund 43.000 Studierenden in Österreich.

Geschlechtsspezifische Unterschiede und finanzielle Belastungen

Etwa ein Viertel der Studierenden in Österreich schätzt den eigenen Gesundheitszustand als mittelmäßig bis schlecht ein und unterscheidet sich damit kaum von der gleichaltrigen Gesamtbevölkerung. Männliche Studierende bewerten ihre Gesundheit im Durchschnitt positiver als weibliche und abinäre Studierende. Zudem berichten Studierende ohne finanzielle Belastungen sowie jene aus als wohlhabend eingeschätzten Elternhäusern häufiger von einem guten oder sehr guten Gesundheitszustand.

Nur 57 % der Studierenden weisen ein zufriedenstellendes psychisches Wohlbefinden auf. Dieses steht in Zusammenhang mit höherer Studienzufriedenheit und einer geringeren Abbruchsabsicht.

Psychische Belastungen

Der Anteil der Studierenden mit studienerschwerenden psychischen Erkrankungen ist von 5 % im Jahr 2019 auf 9 % im Jahr 2023 gestiegen – der stärkste Anstieg seit Beginn der Erhebung 2011. Am häufigsten werden Depressionen und Angststörungen genannt. Internationale Studien weisen darauf hin, dass sich die mentale Gesundheit junger Menschen in den letzten Jahren generell verschlechtert hat, wobei die COVID-19-Pandemie als wesentlicher Einflussfaktor gilt. Quelle Gesundheitszustand, Behinderungen und Beeinträchtigungen von Studierenden. Zusatzbericht der Studierenden-Sozialerhebung 2023

Tabelle: Anteil der Studierenden mit einer studienerschwerenden psychischen Erkrankung
an allen Studierenden im Detail und im Zeitvergleich 2011 bis 2023

Eine andere Studie (Studo/Instahelp) ergibt folgendes Bild:

Grafik Studo | Digitale Lösungen für Studierende und Hochschulen: Mental-Health-Barometer 2024: Ergebnisse der Studie

Bei der o.e. erwähnten Studie kann als positives Ergebnis gewertet werden, dass  „nur“ noch ca. 62% der Befragten angeben, dass mentale Gesundheit für sie ein gesellschaftliches Tabuthema ist. Mit dem sinkenden Tabu steigt auch die Bereitschaft der Studierenden, sich professionelle Unterstützung zu holen. Allerdings hindern die hohen Kosten immer noch viele, bei Bedarf auch wirklich Therapie bzw. Beratung in Anspruch zu nehmen.

Folgen

Psychisches Wohlbefinden steht in Zusammenhang mit höherer Studienzufriedenheit und einer geringeren Bereitschaft, einen Studienabbruch in Betracht zu ziehen.

Mit dem Thema Mental Health wird sich der Blog in den kommenden Wochen und Monaten weiter beschäftigen – bleibt dran!

 

 

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